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Die Henry Moore Ausstellung im Bahnhof Rolandseck

Juli 21, 2017 von Sarah Heuser - Keine Kommentare

In Kooperation mit go-vareo mache ich 2017 mehrere Tagesausflüge mit Bus und Bahn in der Region. Letzte Woche hat es mich erneut nach Rolandseck gezogen. Im Arp Museum in Rolandseck ist gerade eine Ausstellung mit Werken von Henry Moore zu sehen. Noch bis zum 07. Januar 2018 können sich Besucher dort Skulpturen und Zeichnungen des Künstlers anschauen. Ich habe die Ausstellung besucht und ein paar Eindrücke und Bilder mitgebracht.

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Das Arp Museum

Dies ist mein erster Besuch im Arp Museum. Von Bonn aus ist man mit der Regionalbahn in einer Viertelstunde in Rolandseck, es ist also wirklich nur einen Katzensprung entfernt und super mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Das Museum befindet sich direkt am Bahnhof – teilweise im historischen Bahnhofsgebäude und teils in einem beeindruckenden Neubau von Architekt Richard Meier. Da sich der Gebäudekomplex in Hanglage befindet, hat man von den oberen Stockwerken aus einen tollen Blick über den Rhein und das Siebengebirge. Also ist eigentlich schon das Mueum an sich einen Besuch wert. Die großen, hellen Ausstellungsräume mit ihren vielen Fensterfronten, das offene Treppenhaus, die Außenbereiche vor und hinter dem Gebäude mit weiteren Skulpturen und einer kleinen, angrenzenden Schafsweide und das wunderschöne Bistro Interieur No. 253 im hauseigenen Festsaal – das alles hat mir sehr imponiert.

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Henry Moore

Henry Moore, 1898 in England geboren und 1986 gestorben, gehört mit seinen großen, organisch geformten Skulpturen zu den wichtigsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. 1948 gewann Moore den großen Preis für Skulptur bei der Biennale in Venedig, so wie sechs Jahre nach ihm auch Hans Arp. Ähnlichkeiten zwischen Arp – dem das Museum in Rolandseck gewidmet ist – und Moore lassen sich auch in ihren Kunstwerken feststellen. Seit den 1920er-Jahren beschäftigten sich viele Künstler mit den Formen der Natur. Und so ließen sich auch Henry Moore und Hans Arp häufig von der Natur inspirieren, was in den vielen biomorphen Werken der beiden deutlich wird.
Bereits in den 1970er-Jahren war Henry Moore mit einer Ausstellung in Rolandseck zu Gast, seine Skulptur „Large Two Forms“ steht seit 1979 vor dem ehemaligen Bundeskanzleramt in Bonn. Nun kehrt Moore in dieser Ausstellung mit rund 46 Werken in das Rheinland zurück.

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Neben den monumentalen Skulpturen Moores, die hier teilweise zum ersten mal in Innenräumen präsentiert werden, gibt es auch viele kleinere Figuren und Zeichnungen des Künstlers zu sehen. Auf drei Ausstellungsebenen werden Kunstwerke zu verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten gezeigt. Dabei werden den Werken von Moore auch Exponate anderer bekannter Künstler aus der Arp-Sammlung und der Sammlung Rau gegenübergestellt. Diese Gegenüberstellung eröffnet neue Blickwinkel und zeigt die Einflüsse von Cézanne, Crivelli, Rossellino und vielen anderen großen Künstlern auf Moores Arbeit. Auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Werken Moores und Kunstwerken von Hans Arp kann man hier gut erkennen. Auf jeder Etage gibt es DIN-A4-große Faltblätter, in denen ausführliche Informationen zu den Exponaten der einzelnen Künstler zu finden sind. So ist es auch ohne Führung möglich, viel über Henry Moore, seine Arbeiten und seine Beziehung zu anderen Künstlern zu lernen.

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Auch wenn ich dieses Zusammenbringen von verschiedenen Künstlern und Epochen sehr interessant finde, beeindrucken mich dann doch die großformatigen Figuren Henry Moores am meisten. Obwohl sie hier zum ersten Mal in Innenräumen ausgestellt werden, wird ihnen in den großzügigen und hellen Ausstellungshallen der nötige Freiraum gelassen. Im Zusammenspiel mit der schlichten und offenen Architektur des Gebäudes und dem tollen Ausblick auf die Hügellandschaft auf der anderen Rheinseite ergibt sich ein imposantes Gesamtbild.

Die Umgebung

Nach dem Ausstellungsbesuch gönnen meine Begleitung und ich uns noch ein kleines Mittagessen auf dem Balkon des Bistros. Auch von hier hat man einen tollen Blick auf die Landschaft. Da kann man über die etwas langsame Bedienung auch mal hinwegsehen. Anschließend nutzen wir die Wartezeit auf die nächste Bahn noch für einen kurzen Spaziergang am Rhein. Mit etwas mehr Zeit kann man sich hier übrigens auch das Skulpturenufer Remagen anschauen. Seit 2001 sind auf 14 Kilometern entlang des Rheinufers die großformatigen Skulpturen verschiedener Künstler zu sehen. Ein paar weitere Tipps für Ausflüge rund um Rolandseck habe ich in meinem letzten Blogbeitrag bereits zusammengestellt.

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004Sarah Larissa Heuser lebt seit 2014 in Bonn und genießt es, ihren Wohnort zu erkunden. Sie hat Design studiert und arbeitet seit 2009 als freiberufliche Fotografin. Hauptsächlich beschäftigt sie sich mit Event- und Portraitfotografie. Vor ihrem Umzug nach Bonn hat sie in Berlin außerdem als Bildredakteurin gearbeitet und sich viel mit Themen aus der Gastronomie und Kulturszene beschäftigt. Sarah liebt traurige Filme, laute Konzerte und gutes Essen. Auf ihrer Internetseite kann man sich ihre Arbeiten ansehen.